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Sofía Durrieu — Wenn Vorgaben Freiräume eröffnen

Sofía Durrieu setzt in ihren Werken auf Bewegung, Berührung und Intuition. Die Preisträgerin eines Swiss Art Awards 2022 legt ihre Werke oft partizipativ an. Das Publikum soll eigene Erfahrungen mit und durch ihre Kunst machen – auch in ihrer aktuellen Ausstellung bei der Livie Gallery in Zürich. Berühren und berührt werden ist ausdrücklich erwünscht.

Agnes Scherer — Alles Liebe oder alles Konvention?

Connie Francis’ Schlager ‹Die Liebe ist ein seltsames Spiel› traf 1960 den Geschmack des Publikums – es war die Musik der Zeit, und die Liebe ist ohnehin ein Dauerbrenner. Und wie ein Spiel ist sie erstaunlich beständigen Regeln unterworfen: Agnes Scherer streicht für ihre Ausstellung in St. Gallen die «Liebe» aus dem Titel und zeigt das starre Korsett der heteronormativen Paarbeziehung auf. Ihre Installationen sind farbenprächtig, zugänglich und raumgreifend, und sie streifen, ohne theorielastig zu sein, auch Themen wie Naturbeherrschung oder Stereotypen in der Pop-, Volks- und sogenannten Hochkultur.

Guy Ben Ner — Der grosse Desillusionist

Der Schein trügt bei Guy Ben Ner. Mit ernstem Spiel und spielerischem Ernst dekonstruiert der israelische Künstler die Grenzen zwischen Fiktion und Realität. Seine Home-Videos entpuppen sich als komplex konzipierte Kunst mit sozialkritischen Botschaften. Auch wenn alles verloren scheint, gelingt ihm dank seines kindlichen Blicks der Neubeginn.

Kunst und KI — Versuch einer vorläufigen Typisierung

Gerne sprechen wir neuerdings von «KI-Kunst», als wäre sie eine Kunstbewegung oder gar ein Kunststil. Tatsächlich wird KI in fast allen Bereichen der angewandten und freien Künste verwendet, und das nicht erst seit KI zum populären Thema geworden ist. Was also ist mit «KI-Kunst» gemeint? Bei Betrachtung des Feldes zeichnen sich sechs Typen ab.

6e Biennale de l’Art Brut — Face à face avec le visage

En privilégiant la représentation de visages, la 6e édition de la Biennale lausannoise de l’Art Brut propose des rencontres singulières. Quelque trois cent trente œuvres explorent des physionomies dont la diversité nous renvoie à la part d’humanité d’autrices et auteurs, au-delà de leur marginalité sociale ou culturelle.

Christof Klute — Nella terra da cui fosti tratto

Lo spazio Rolla.info, un ex asilo convertito a spazio espositivo nel comune di Bruzella, presenta ‹Mindscape›, una selezione delle opere di Christof Klute che indagano luoghi carichi di eredità alla ricerca del Genius loci. Le fotografie esposte celebrano l’architettura e la natura.

Kunstschaffen im Jetzt — Ein Stimmungsbild

Wie geht es den Kunstschaffenden in dieser bewegten Zeit? Welche Herausforderungen sehen sie für ihr Schaffen und die Kunst im Allgemeinen? Worüber freuen sie sich? Diese Fragen haben wir ausgewählten Künstler:innen gestellt, die wir oder die uns in den letzten Monaten begleitet haben. Auszüge aus ihren Antworten sind hier versammelt.

en passant — No Fun
Ansichten

«Bei schönem Wetter habe ich den noch nie gesehen», sagt die Frau, zieht an ihrer E-Zigarette, deutet auf den Wasserstrahl, der vor uns senkrecht aus dem Boden schiesst, wendet den Kopf etwas von mir ab und qualmt eine gewaltige Dunstwolke am Rand ihres Schirms vorbei in den Wind hinaus.

Zürich — Amt für Hochbauten

Carrie Mae Weems — Politische Poesie
Besprechung

Kulturelle Identität ist körperlich erlebbar und Kunst auch ein Instrument, der Geschichte aufrichtig zu begegnen. Hoffnung, Hingabe, Schönheit gehören zum Vokabular einer Künstlerin, die gesellschaftlichen Wandel zur fernen Destination ihres Schaffens bestimmt. Jetzt ist Carrie Mae Weems in Basel zu sehen.

Hannah Höch — Demontage und Neugestaltung
Besprechung

Erstmals überhaupt wird das Schaffen von Hannah Höch, einer Pionierin der Collage, dem avantgardistischen Film der 1920er-Jahre gegenübergestellt. Experimente mit Schnitt und Montage sind beiderseits beliebte Stilmittel, wobei Höchs «Filme auf Papier» eigenwillig subtil bis surreal erscheinen.