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Fotomuseum — Screen Walks

Winterthur — Anfang April hat das Fotomuseum die ‹Screen Walks› lanciert. Der Name ist Programm: Die digitale Vortragsreihe findet über Zoom statt, wobei die Künstlerinnen und Künstler live von ihrer Arbeit berichten und dabei ihren Bildschirm mit dem Publikum teilen.

Den Auftakt machte Penelope Umbrico (*1957, Philadelphia) mit ihrem Projekt ‹Monument›. Darin untersuchte und sammelte die amerikanische Künstlerin Fotografien, die wir im Internet veröffentlichen. Einerseits interessierte sie sich für die Bilder, auf denen wir uns bewusst inszenieren, um sie anschliessend auf den sozialen Netzwerken zu posten: im Urlaub am Strand, bei Sonnenuntergang nach der ausgiebigen Wanderung. Andererseits schaute sie sich die Fotografien an, die wir auf Verkaufsplattformen laden, um beispielsweise unseren alten Fernseher zu versteigern – Bilder, die letztendlich weitaus mehr über uns aussagen, als eine Aufnahme am Strand. Stellen wir uns ein solches Bild mal vor: Darauf wäre wohl die Einrichtung in unserem Wohnzimmer zu sehen und auf dem schwarzen Fernsehbildschirm würden sich womöglich Details unserer Wohnung spiegeln, von denen wir nie beabsichtigt hatten, sie in einer Fotografie zu integrieren, die wir anschliessend veröffentlichen.

Während Penelope Umbrico erzählt, teilt sie ihren Bildschirm mit dem Publikum und klickt sich durch die Ordner auf ihrem Desktop. Dabei wird ihr Arbeitsprozess als auch der Umfang ihrer Sammlung just durch das digitale Format der ‹Screen Walks› greifbar. Die nächste virtuelle Präsentation dieser Art bestreitet Alan Butler am Mittwoch, 22. April. 

www.fotomuseum.ch
https://screenwalks.com/

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