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Mörschwil — Sungazing ist nicht nur eines der beliebtesten Fotosujets, sondern auch eine jahrtausendealte indische Mediationspraxis. Die Künstlerin Tamara Janes (*1980 St.Gallen, lebt in Bern), die sich in ihrer Kunst mit dem digitalen Bild auseinandersetzt, hat diese beiden Stränge in einem Kunst und Bau Werk zusammengeführt. Für ‹Sungaze› im neu gebauten Wohn- und Pflegezentrum Maurini, das in Mörschwil mit Blick auf den Bodensee gelegen ist, hat sie im Internet Fotografien von Sonnenuntergängen bei Mörschwil zusammengesucht und daraus ein neues verpixeltes Bild geschaffen. Dieses hat sie aus 4387 Keramikkacheln entlang der Wände des Verbindungstraktes zwischen dem privaten und öffentlichen Bereich und einer Nische im Restaurant nachgebaut. Jede Kachel entspricht einem Pixel. Tamara Janes knüpft damit an ihre Serie der ‹Poor Images› an, mit der sie in Referenz auf Hito Steyerls provokanten Essay ‹In Defense oft he Poor Image›, 2009, die Vormachtstellung der perfekten hochhaufgelösten digitalen Bildwelten herausfordert. Die verpixelte, «schlechte» Fotografie wird in ‹Sungaze› zu einem farbenfrohen Kunstwerk von insgesamt fas zwanzig Meter Länge, das abgeschritten und physisch erlebt werden kann und damit gleich noch ein weiteres Statement zur virtuellen Welt des digitalen Raums macht. Entstanden ist es aus einem Wettbewerb, der aufgrund eines Legats von August Knecht veranstaltet wurde. Der Mörschwiler hatte dem Wohn- und Pflegezentrum Maurini CHF 100’000 vermacht mit der Auflage, damit ein Kunst und Bau Werk zu realisieren.

Infos

Künstler:innen
Datum
Art des Kunstwerkes
Public Art
Abmessungen des Objekts
Material

Keramikkacheln

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14 Bahnhofstrasse
9402 Mörschwil
Schweiz

Künstler:innen

Details Name Portrait
Tamara Janes