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Claudia Bitrán

Luzern — Die Geschichte der Kunst ist voll von Versuchen, die Flüchtigkeit des Tanzes festzuhalten. Man denke etwa an Impressionisten wie Edgar Degas und seine Zeichnungen von Balletttänzerinnen. Auch die in Chile geborene und heute in New York ansässige Künstlerin und Kunstlehrerin Claudia Bitrán (*1986) arbeitet sich an diesem Thema ab, wie die Ausstellung ‹Broken over the top› in der Luzerner Galerie marytwo zeigt. Mit Pastellkreide und Kohlestiften – Medien, die auch Degas benutzte – versucht sie in ihrer Serie ‹Dancers›, 2023, Tänzer:innen in Momenten höchster Ekstase und Selbstvergessenheit darzustellen.

Doch Bitrán holt das Sujet gleichsam in die Gegenwart. Statt opulente Rüschenröcke tragen ihre Tänzer:innen Trainerhosen und enge Tops: Es sind Studierende aus den Klassen des amerikanischen Star-Choreografen Brian Friedman, der für Grössen wie Britney Spears, Cher oder Beyoncé gearbeitet hat. Bitráns Zeichnungen sind denn auch poppig, bunt, manchmal nahe an der Grenze zum Kitsch, aber immer voller Dynamik und Unmittelbarkeit. Betrachtet man die Tänzer:innen indes von Nahem, bekommen manche von ihnen schon fast etwas Unheimliches: Konturen lösen sich auf, Gliedmassen verrenken sich seltsam und aus deformierten Gesichtern starren einen verwischte Augen entgegen.

marytwo, bis 9.12., samstags 11–18 Uhr oder nach Vereinbarung

marytwo.one

Institutionen

Titel Land Ort Details
marytwo
Schweiz
Luzern
Schweiz
Luzern

Autor:innen

Details Name Portrait
Tobias Söldi

Künstler:innen

Ausstellungen / Events

Titel Datum Typ Ort Land Details
Claudia Bitrán — Broken over the top - Ausstellung Luzern Schweiz
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Ausstellung
Luzern
Schweiz