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Ursula Rutishauser – en passant

Steffisburg — Im Schaufenster des Kunsthaus Steffisburg hängt ein weisses Plakat mit einem dunklen Loch. Das Loch hat die regelmässige Form eines Kreises mit einem Strahlenkranz. Vielleicht die abstrahierte Darstellung der Sonne? Oder des Coronavirus? In diesem Loch steckt ziemlich viel drin. Wer also wirklich nur en passant an der Ausstellung «en passant» von Ursula Rutishauser (*1955) vorbeigeht, verpasst womöglich einiges. Das nämlich, was die wechselnden Plakate, die die Künstlerin für das Kunsthaus Steffisburg bearbeitet, zu erzählen vermögen. Eigentlich sollte die Aargauerin das kleine Kunsthaus im Berner Oberland mit einer «normalen» Ausstellung bespielen: mit Objekten aus Metall und Papier. Das Virus durchkreuzte die Vorbereitungen. Rutishauser reagiert darauf mit einer Aktion, die zur Kommunikation anregt und dabei Distanz wahrt: Alle paar Tage sendet sie Plakate nach Steffisburg. Plakate grosser Kunsthäuser und Museen, die zur Zeit geschlossen sind. Rutishauser schneidet Begriffe und Symbole in die Plakate und lässt sie, mit der weissen Rückseite voran, im Schaufenster des Kunsthauses aufhängen. Die älteren Plakate hängen mit der Bildseite voran im Kunsthaus, einem ehemaligen Bushaltestellen-Wartesaal. Das Warten und die Kunst verschränken sich in vielfacher, sprechender Weise. Zu sehen in Steffisburg. Oder auf der Homepage des Kunsthaus Steffisburg unter der Rubrik «Bulletin». 

www.kunsthaus-steffisburg.ch

Institutionen

Titel Land Ort Details
Kunsthaus Steffisburg
Schweiz
Steffisburg
Steffisburg

Autor:innen

Details Name Portrait
Alice Henkes

Künstler:innen

Details Name Portrait
Ursula Rutishauser

Ausstellungen / Events

Titel Datum Typ Ort Land Details
en passant - Ursula Rutishauser - Ausstellung Steffisburg Schweiz
-
Ausstellung
Steffisburg
Schweiz