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Marc Bauer — Zeichnend aus der Spur springen

Der Meret-Oppenheim-Preis geht dieses Jahr an den Genfer Künstler Marc Bauer. Seit zwanzig Jahren zeichnet er ab, was Bilder in die Welt bringen, verleibt sich ein, was ihm die Hand lenkt. Installativ ausformuliert wird sichtbar, wie «clichés» ­Realität formen, laden die von ihm verwandelten Bilder zum Spurwechsel der Wahrnehmung ein. 

Adrian Schiess — Augenblick um Augenblick eine andere Ausstellung

«Die Betonung der Oberfläche bietet die Möglichkeit, über den farbigen Abglanz die Welt zu zeigen», sagt Adrian Schiess. Seine Platten spiegeln ihre Umgebung – immer neu je nach Tageslicht, Jahreszeit und Bewegung beim Betrachten. Im ­Kunstmuseum St. Gallen mit seinen grosszügigen Fensterfronten sind die ­Platten nun besonders intensiv zu erleben. 

Gabriela Gerber & Lukas Bardill — Fragmente der Bergwelt

Seit 1997 beschäftigen sich Gabriela Gerber und Lukas Bardill mit dem voralpinen Raum, diesem Landschafts- und Siedlungsraum, der gerne als «alpine Brache» zwischen den Metropolitan­räumen bezeichnet wird. Anlässlich des SAC-­Kunstpreises sind sie im Alpinen Museum Bern zu Gast. Dort nutzen sie die ­Gelegenheit, kulturelle und landwirtschaftliche Gepflogenheiten im alpinen Raum zu untersuchen und diese auf ihre Gültigkeit und ihren Sinn angesichts des rasanten Wandels zur Freizeitlandschaft zu untersuchen. Mit sensiblem Gespür und Sinn für Humor verweisen sie auf absurde Konstellationen oder ­obsolete historische Strukturen, die gleichwohl im Alltag nachwirken. 

Kader Attia — Koloniale Geschichte reparieren

Kolonialgeschichte prägt Gegenwart. Kader Attia wuchs zwischen zwei Kulturen in einer Pariser Banlieue auf. In seiner Kunst bezieht er Stellung zu postkolonialen Krisen und Konflikten. Er zeigt defekte Machtgefüge auf, die von der Moderne bis zur globalisierten Gegenwart führen, und sucht – aktuell im Kunsthaus Zürich – nach Wegen der Reparatur. 

Lorenza Longhi — Ce que l’art dit de notre époque

Lauréate du Prix Shizuko Yoshikawa, Lorenza Longhi reçoit ­cette récompense en tant que jeune artiste femme. Un coup de pouce en début de carrière, qui est le bienvenu dans un paysage encore souvent dominé par la présence masculine. Le jury rend hommage à la manière dont elle aborde le concept de production de masse et explore les codes sociaux. 

Sonnenstube — La piscina al centro

Sonnenstube, in veste itinerante, presenta un progetto espositivo curato da Giada Olivotto e Regaida Comensoli ai dismessi Bagni pompeiani di Arzo. Sull’ordito architettonico della piscina, opere di vari artisti si intrecciano a formare trame in dialogo con la struttura ospitante. 

Lugano — Sonnenstube

Das Grosse Rätsel - Im Paso des Pianos
Ansichten

Es beginnt mit einem Quietschen, gefolgt von einem trockenen Knall und einem einzelnen, heiseren Ton, der etwas falsch nachschwingt und allmählich verpufft.

Jochen Lempert — Lichtwerte und Nachbilder
Besprechung

Im Museum gelten Ansprüche der Konservierung. Temperatur, Licht und Feuchtigkeit prägen kuratorische Konzepte mit. Die Schau von Jochen Lemperts Fotografien im Atelier Amden ist in dieser Hinsicht ein starkes Experiment – parallel zur standardkonformen Präsentation im Kunstmuseum Liechtenstein.

Milena Seiler und Lotte Reiniger — Stille Heldinnen
Besprechung

Beide sind in Berlin geboren, unterschiedlicher könnten die Frauen indes nicht sein: hier die zeitgenössische Schweizer ­Malerin Milena Seiler, dort die in Vergessenheit geratene deutsche Trickfilmpionierin Lotte Reiniger. Im Kunstraum Baden ist nun die Hommage an zwei Heldinnen der Künste zu sehen.

I want to know what love is. I want you to show me.
Besprechung

Künstliches Meeresrauschen, Datensätze, die bei einem Rendering-Spezialisten und einer Laborantin Verliebtheit auslösen, auf Empathie programmierte Roboter, aber auch Schreckens- und Endzeitszenarien: Nicht nur das echte Leben, auch Simulationen wissen die grossen und wahren Emotionen zu wecken.

Basel/Münchenstein — HEK (Haus der Elektronischen Künste)